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Das Dorf wurde zwischen 1770 und 1773 mit 203 Häusern gegründet. Die katholische Pfarrei besteht seit 1773.
Bis 1967 war Gotlob Gemeindesitz, wurde aber aufgrund der kleinen Einwohnerzahl zu einem Dorf ohne eigene Verwaltung abgestuft. In dem Jahr 2003 wurde Gotlob erneut zur Gemeinde erklärt und hat seit langem wieder einen Bürgermeister.
Die Deutschen bildeten bis 1940 den größten Bevölkerungsanteil des Ortes (1910: 91%). Nach dem Krieg änderte sich die Zusammensetzung der Ortsbewohner entscheident - bis 1977 reduzierte sich die Anzahl der Deutschen von einst 1.836 (1910) auf 875, die ca. noch 38 Prozent der Bewohner ausmachten. Dieser Trend setzte sich weiter fort und führte zu einer Zahl von lediglich 160 Deutschen in dem Jahr 1991 und 98 in dem Februar 1996.
Gründe sind vor Allem das Abwandern nach Deutschland sowohl direkt nachdem zweiten Weltkrieg, als auch in Form von Flucht während der Zeit des Kalten Krieges. Eine weitere Auswanderungswelle erfasste die Ortschaft nach der Öffnung der Grenzen um 1991.
Die Abwanderung der Bewohner hinterließ in dem Jahr 1992 eine Ortschaft, in der ca. jedes dritte (andere Quellen sprechen von jedem vierten) Haus bewohnbar war.
Grundschule in Gottlob (2004)
Bis 1992 gab es in Gotlob eine deutsche Schule sowie einen deutschen Kindergarten, die jedoch wegen mangelnder Schülerzahlen geschlossen wurden. Eine rumänische Schule in dem Ort nahm die Kinder auf.
Renovierter und alter Teil der Kirchfassade
Die Kirche des Ortes wurde 1867 errichtet und von der reichen Ortschaft üppig ausgestattet. Die Deckenmalereien sowie der Altar wurden mehr als zweihundert Jahre gut gepflegt. Mehrere Heiligenfiguren wurden durch ansässige Familien, als besondere Ehre, gepflegt.
Teile der Kircheneinrichtung wurden in dem Laufe der 1990er Jahre gestohlen oder zerstört.
Eine Erneuerung der Außenfassade gelang Ende der 90er Jahre durch Spenden aus Deutschland.
1994 wurde zu Allerheiligen in dem Gottlober Friedhof ein Gedenkstein errichtet. Auf einer Marmorplatte befindet sich folgende Inschrift:
Der Gedenkstein auf Gottlobs Friedhof
„Den Toten zu dem Gedächtnis, den Lebenden zu dem Vermächtnis
1939 - 1945 gefallene Helden 52
1945 - 1949 Rußlandverschleppung 17 Tote
1951 - 1956 Deportation in den Baragan 9 Tote
Ruhet sanft! - Gemeinde Gottlob"
Heute bestimmt die rumänische Mehrheit das kulturelle Bild Gotlobs. Die erste Ruga (Kirchweihe) fand am 3. November 1996 statt und wurde von einem Umzug in Tracht begleitet.
Verfall auf dem Gelände der ehemaligen SMA
Der ehemalige Staatsbetrieb Station für die Mechanisierung der Landwirtschaft (SMA) wurde in mehrere Gesellschaften geteilt, die den Boden der Ortschaft sowie benachbarter Orte bewirtschaften. Das ehemalige Betriebsgelände verfällt bis Anfang 2004.
Die Versorgung der Bewohner verschlechterte sich in dem Jahr 2003 als der ansässige Dorfarzt seine Arbeit einstellte und sich der Landwirtschaft widmete, da diese lukrativer ist.
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